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INTERRELIGIÖSE BEGEGNUNGEN


Christentum und Judentum haben viel gemeinsam. Darauf macht auch die Plakatkampagne #beziehungsweise: jüdisch und christlich – näher als du denkst aufmerksam. TKVA - Treptow-Köpe-nick für Vielfalt und gegen Antisemitismus, das Projekt Welcome! der SozDia und die Kommunale Ökumene Treptow-Köpenick nehmen die Kampagne zum Anlass, jüdische Feiertage erfahrbarer zu machen. Zum jüdischen Fest Schawuot laden wir Sie herzlich ein, am 15. Mai den Klängen einer multikulturellen Band im Bezirk zu lauschen. Details finden Sie kurz vorher auf der Facebook-Seite von TKVA - Treptow-Köpenick für Vielfalt und gegen Antisemitismus und im Schaukasten der Gemeinde.

Pessach und Ostern fallen häufig auf einen ähnlichen Zeitraum. Zu Ostern feiern Christ*innen die Auferstehung Jesu – und damit die Befreiung von Sünde und Tod. Die Befreiung aus der Sklaverei ist beim jüdischen Pessach-Fest das Hauptmotiv. Wie feiern Jüdinnen und Juden heute Pessach? Was ist für sie dabei besonders? Darum geht es in dem Kurzfilm „Was ist Pessach für mich? Jüdische Stimmen von heute vor Ort“, der ab dem 22.03. auf dem YouTube-Kanal von TKVA verfügbar ist. Außerdem wird er in Schaufenstern und Gemeinden im Bezirk zu sehen sein.

JÜDISCH-CHRISTLICHER DIALOG

2021 gibt es wieder Grund, zu feiern – das Leben als solches. Christliches Leben in Deutschland hat eine lange Tradition. Jüdisches auch. Es deshalb nur auf das Gedenken zu beziehen, reduziert seine Aussagekraft heute. Denn jüdisches Leben passiert in unserer Mitte und weist etliche Berührungspunkte mit unserem christlichen Beketl_files/stadtkirche/allgem aus dem Netz genehmigt/am anfang war das Wort.JPGnntnis und unserer Kultur auf, mehr als man glaubt. So inspiriert geht im Januar die Reihe „beziehungsweise: jüdisch und christlich – näher als du denkst“ an den Start, abgekürzt mit dem Hashtag #bzw. Die Aktion darf digital und analog verbreitet und vervielfältigt werden. Zur Verfügung steht Material für zwölf Monate, wobei das Thema des Dialogs beider Religionen monatlich wechselt, etwa Purim und Karneval, Pessach und Ostern, Bar-/Bat-Mizwa und Konfirmation in Beziehung setzt. Eine Webseite stellt Plakate zum Selbstausdrucken zur Verfügung, für Schaukästen der Gemeinden, die Arbeit in Gruppen oder Schulklassen. Logos für die sozialen Medien gibt es auch. Die ökumenische Initiative, die bundesweit, auch von EKBO und dem Erzbistum Berlin getragen wird, wünscht sich ein Weiterdenken in der Zivilgesellschaft, deren Gefährdung durch die Zunahme jüngster Angriffe zutage tritt. Auch bei uns im Kirchenkreis: Im August brannte die Lichtenberger Kiezkneipe „Morgen wird besser“ in der Fanningerstraße aus. Ihr jüdischer Inhaber war zuvor mehrfach bedroht worden.

INFO: Das Januar-Plakatmotiv thematisiert – passend zum Jahresbeginn – „Im Anfang war das Wort“, die Auslegung der Schrift. Die Webseite www.juedisch-beziehungsweise-christlich.de soll das Mosaik der Vielfalt abbilden. In der EKBO ist Berlins Landespfarrer für interreligiösen Dialog, Andreas Goetze: a.goetze@bmw.ekbo.de, ansprechbar und in unserem Kirchenkreis ist es Pfr. Ulrich Kastner:  

ev-kirche-bohnsdorf@t-online.de.

Tanja Kasischke         

 

ÜBER DIE GESCHICHTE STOLPERN? 

Stolperstein-Spaziergänge in Treptow-Köpenick: Seit 1996 werden in Berlin Stolpersteine für Opfer der NS-Diktatur an deren letzten selbstgewählten Wohnort verlegt. Gemeinsam wollen wir die Geschichten hinter Namen und Ziffern auf den Stolpersteinen (wieder-)entdecken. Nach dem Prinzip „Jeder Mensch hat einen Namen“, werden wir an die Menschen erinnern.

Die Auseinandersetzung mit den Biografien der Menschen, für die Stolpersteine verlegt wurden, steht im Mittelpunkt der Spaziergänge. Hauptsächlich beschäftigen wir uns mit der Geschichte jüdischer Menschen in Treptow-Köpenick. Aber auch die Schicksale anderer Opfergruppen und die NS-Vergangenheit des eigenen Ortsteils sollen sichtbar gemacht werden.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe finden Stolperstein-Spazier-gänge in den Ortsteilen Baumschulenweg, Köpenick und Friedrichshagen statt. Abschließend laden wir alle Engagierten und Interessierten zu einem Vernetzungstreffen ein, bei dem wir über die Zukunft der Stolperstein-Arbeit im Bezirk diskutieren wollen. Wir freuen uns besonders auf Menschen aus allen Ortsteilen des Bezirks, die sich aktiv für die Verlegung von neuen Stolpersteinen einsetzen wollen.

Die Spaziergänge finden an folgenden Terminen statt:

Freitag, den 09. Oktober, ab 17:00 Uhr im Ortsteil Köpenick.

Treffpunkt – Schlossplatz Köpenick

Samstag, den 17. Oktober, ab 14:00 Uhr im Ortsteil Friedrichshagen. Treffpunkt – S-Bahnhof Friedrichshagen

Samstag, den 24. Oktober, um 14:00 Uhr – Abschlussgespräch Stolpersteine in Treptow-Köpenick im Ratssaal des Rathauses Köpenick

TKVA – Treptow-Köpenick für Vielfalt und gegen Antisemitismus ist eine neue bezirkliche Fachstelle mit den Aufgaben die Auseinandersetzung mit den Facetten des Antisemitismus zu fördern und das jüdische Leben im Bezirk sichtbar zu machen.

   Kontakt: Telefon: 0176 – 3633 5045 - E-Mail: tkva@pad-berlin.de

 

SCHÖPFUNG BEWAHREN  (vom Okt./Nov. Heft) 

Nach den vielen Aktivitäten, die in den vorigen Tipps zur Sprache kamen, geht es heute um Vermeidung. Und zwar die von CO₂, Kohlenstoffdioxid. Jeder Kauf ist mit dem Ausstoß von CO₂ verbunden. Auch ein Elektro-Auto, das umweltfreundlicher ist als Autos mit Verbrennungsmotor, muss erst einmal produziert werden und hinterlässt dabei einen gewaltigen CO₂- Fußabdruck.

So verhält es sich mit allen Produkten, die wir kaufen. Es sei denn ... wir kaufen „Second Hand". Zum Beispiel Kinderkleidung! Kein Kind kann seine Sachen abtragen, dazu wachsen Kinder viel zu schnell aus ihren Shirts, Hosen und Jacken heraus. Auch Kinderwagen, Roller oder Fahrräder kann man "wie neu" Second Hand bekommen, im Laden oder bei Gebrauchtbörsen online. Second Hand-Läden sind etwa in der Oberspreestraße gegenüber des Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums oder am Mandrellaplatz in der Borgmannstraße. Das Weitergeben ist eine gute, viel genutzte Möglichkeit.

Ein Fahrrad wird benötigt? Auch hier gibt es gute gebrauchte in den einschlägigen Geschäften. Man muss nur danach fragen. Und wenn es um einen Anorak oder Wintermantel für eine erwachsene Person geht, da empfehle ich einen Oxfam-Laden. Einfach mal stöbern. Es ist erstaunlich: Oft findet man preiswert sogar Designer-Klamotten.

Manche genieren sich nach Gebrauchtem zu fragen, aber Second-Hand-Käufe schonen beides: Geldbeutel und Umwelt. Sie sind eine  wirkungsvolle Möglichkeit, den CO₂- Ausstoß zu vermeiden.

    Viel Erfolg bei der umweltgerechteren Konsum-Haltung wünscht Ihnen Ihre Annekathrin Seeber          

 

Problemloses Energiesparen

Haushaltsgeräte, wie z.B. Geschirrspüler oder Waschmaschine am besten einschalten, wenn der Tag am hellsten ist. Dann ist am meisten Energie im Netz vorhanden, wenn all die großen und kleinen Kraftwerke in Berlin Sonnenenergie einspeisen. Diese Geräte in die Nacht hinein rumpeln zu lassen, war allenfalls zu Zeiten von Atomkraftwerken sinnvoll.

Und zu Silvester ist es Ehrensache, ebenfalls wie in der Innenstadt auf Böller zu verzichten, schon wegen des vielen Feinstaubs.

    Viel Freude am Umdenken (Umkehren!) wünscht Annekathrin Seeber.

Schöpfung bewahren 

Seit den 70er Jahren, als der Club of Rom "Die Grenzen des Wachstums" und "Das globale Gleichgewicht" veröffentlicht hatte, war klar, dass unsere Ressourcen auf der Erde endlich sind. Nach Genesis 1 hat uns Gott die Perle des Universums zur Fürsorge anvertraut. Deshalb ist es gerade uns Christen selbstverständlich, alles zu tun, dass jetzt aktuell die Erderwärmung gestoppt wird. Nach diesem heißen Sommer müsste es auch der letzte gemerkt haben...

Heute Tipp 1: Fleisch/Wurst-Konsum halbieren. Hier sind wir Verbraucher gefragt. Die Landwirte mit den Viehbeständen auch. Aber sollte der Konsum nicht zurückgehen, dann würden die Marktregale aus anderen Ländern gefüllt. Es käme dann dort zu verstärktem Methan-Ausstoß (Wiederkäuer), dem noch gefährlicheren Klimakiller als das CO2 und zu Massentierhaltung mit irrsinnigen Güllemengen. Nichts wäre in der Bilanz gewonnen. Es gilt ja, global zu denken.

Einfach wieder auf die alten schlichten Gerichte besinnen: Öfter mal Pellkartoffeln mit Quark und Leinöl/ Kräuterquark, Eierkuchen/ Kartoffelpuffer oder Nudeln mit Tomatensoße und geriebenem Emmentaler drüber usw. Wer gern kocht, wird in jeder Apothekenzeitung fündig; da steht auf den letzten Seiten wegen der Gesundheit (!) jede Menge Vegetarisches und Fisch. Wer regelmäßig viel braucht, ist gut beraten, über das Internet die "Märkische Kiste" zu bestellen mit Gemüse und mehr aus der Region um Berlin. Auch Brodowin hat so eine Kiste. Bei "Chefkoch.de" findet man dann alle Rezepte dazu.

Und am Sonntag schmeckt dann der Sonntagsbraten. 

   Viel Freude an dieser notwendigen Umstellung mit neuen Genüssen und viel Gesundheit wünscht IhnenIhre Annekathrin Seeber.