Stadtkirche > Aktuelle Nachrichten aus der Gemeinde

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Unsere Website wurde am 1.7.2020  aktualisiert.

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EIN GROßES DANKESCHÖN!

Liebe Leserinnen und Leser, die Corona-Pandemie lähmt das ganze öffentliche Leben. Abstand, Rückzug und Homeoffice sind angesagt. Unsere Kirche und Kapellen bleiben aufgrund der Beschränkungen noch ziemlich leer, das Gemeindeleben unter der Woche findet nicht mehr im gewohnten, direkten Miteinander statt. Virtuell begegnen sich die Menschen, so gut es geht: per Video-Gottesdienst, in der „Schalte“ (also einer Videokonferenz), auf der Homepage, im Livestream, im Chat und in sozialen Netzwerken.

Doch was ist mit unseren analogen Kommunikationskanälen? Unse-rem Gemeindebrief, dem Laurentiusboten? Über was sollen wir berichten, wenn sich in unseren Gemeindehäusern nichts mehr tut? Wenn alle noch vor kurzem angekündigten Veranstaltungen, Kreise, Gruppen, Begegnungen, Fahrten, Konzerte und Gottesdienste ins Wasser fallen? Sollten wir am besten nichts schreiben, nichts veröf-fentlichen, den Gemeindebrief mangels Masse ausfallen lassen? Nein, im Gegenteil. Der Laurentiusbote als engstes Bindeglied zu allen Gemeindegliedern ist weiterhin dringend nötig. Er wird gebraucht. Für viele ältere Gemeindeglieder ist er die verlässlichste Informationsquelle zum kirchlichen Leben. Sie muss weiter sprudeln. Denn über diesen realen und analogen Kanal kann unsere Kirchengemeinde senden: Wir sind weiterhin für Sie da, für alle. Selbige Botschaft sandte auch der Osterbrief, mit eingelegter gedruckter Oster-predigt, und der Maigruß von Frau Pfarrerin von Homeyer an viele Gemeindeglieder.

Daher danke ich allen, die sich gerade jetzt analog verdient gemacht haben um unseren Boten und Briefpost an die Gemeinde, allen voran Frau Wekel, die den Großteil der Arbeit von Gestaltung, Erstelllung bis Herstellung des Boten schultert, weiterhin dem Redaktionskreis des Laurentiusboten in Gestalt von Frau Wekel, Frau Eppelmann, Frau Kasischke, Frau Dittmar und Frau Seeber. Den vorigen Boten und die genannten Briefe hatten Eh-renamtliche eingetütet, weitflächig verschickt und auch ausgetragen, alles in reiner Handarbeit! Dafür danken wir be-sonders Frau Pfarrerin von Homeyer für die Leitung der Aktion und den Damen des Diakoniekreises! Allen Engagierten: Ein herzliches Dankeschön! Allen Fleißigen sei virtuell die Hand gedrückt!

Auf Initiative von Frau Lohsträter öffnete ganz analog die Aktion „Offene Kirche“ die Türen der Stadtkirche für Betende, Suchende und Interessierte. Ebenso sind Bücherstube und Weltladen wieder geöffnet. Auch dafür: Allen Ehrenamtlichen vielen herzlichen Dank! In diesem dankbaren Sinne lade ich Sie ein, unseren Sommerboten zu lesen. 

Pfarrer Ralf Musold

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Bericht vom Baugeschehen

Was geschieht auf unseren Baustellen?

Liebe Gemeinde,

heute möchte ich Sie über den Stand unserer drei gegenwärtig größten Bauprojekte informieren. Es sind dies 1.) der Aus- und Umbau unserer Kita am Generalshof, 2.) die umfangreiche Sanierung unserer Stadtkirche sowie 3.) die denkmalgerechte Sanierung des Gemeindehauses Am Generalshof mit eingeschlossener Rückabwicklung der zeitweiligen Umbauten (Toiletten, Waschräume, Garderoben …) nach dem Umzug der Kita in die neuen Räume.


Der Aus- und Umbau der Kita verläuft weitgehend planmäßig im vorgesehenen Kostenrahmen. Wir gehen davon aus, dass spätestens nach den Sommerferien die Betreuung der Kinder in den neuen Räumen erfolgen kann und wird. Es stehen dann mehr Räume in besserer Aufteilung für eine größere Anzahl zu betreuender Kinder zur Verfügung.


Dank sehr günstiger uns zugesagter Finanzierungsmöglichkeiten sehen wir uns in der Lage und in der Pflicht, unsere Stadtkirche recht umfangreich zu sanieren. Dazu sollen in diesem Jahr alle erforderlichen Untersuchungen sowie die Einholung der nötigen Genehmigungen erfolgen. Etwa in einem Jahr wollen wir mit den konkreten Baumaßnahmen beginnen, dann werden wir für ca. zwei Jahre unsere Kirche nicht nutzen können. In erster Linie sind der Dachstuhl und die daran hängende Decke des Kirchenschiffes zu sanieren. Das bedingt, nach und nach die gesamte Dacheindeckung aufzunehmen und neu zu decken – nur im entlasteten Zustand können am Gebälk die erforderlichen stabilisierenden Arbeiten erfolgen. Im unteren Bereich gibt es an den Wänden leider Feuchteschäden, die repariert werden müssen. Der historische  Steinfußboden  soll  soweit  möglich  repariert  bzw.  erneuert werden, wir überlegen, auf welche Weise wir einen barrierefreien Toilettenzugang schaffen können. Am Gestühl sind Reparaturen und ggfs. Veränderungen zur Durchgangsverbreiterung vorzusehen. Einige weitere Maßnahmen sind im GKR in der Überlegung. Leider haben wir nicht über alle Details Unterlagen, wie die frühere Gestaltung war. In diesem Zusammenhang besonders an unsere älteren Gemeindeglieder die Frage: Wie sah der Chorraum aus, bevor die jetzigen gelben Fliesen eingebaut wurden?Gab es dort immer schon eine Stufe? Vielleicht verfügt jemand noch über alte Fotos (z.B. von der eigenen Konfirmation oder der eines Elternteiles)?

Wir hoffen, im Frühjahr 2023 alle Baumaßnahmen an der Stadtkirche abgeschlossen zu haben.

Unser Gemeindehaus ist ebenfalls ein wichtiges Baudenkmal. Insbesondere die Dransfeldhalle ist nach der jetzigen Zwischennutzung wieder in ihren ursprünglichen Zustand zu versetzen. Aber auch alle anderen Baumaßnahmen müssen denkmalgerecht erfolgen. Als Zugeständnis an die heute veränderten Nutzungsbedingungen versuchen wir, einen barrierefreien Zugang zu schaffen. Ursprünglich waren die Räume dieses Hauses vom Architekten als Jugendräume konzipiert, deshalb galten die Treppen nicht als Hindernis. Für die Umbauten in unserem Gemeindehaus ist die Finanzierung derzeit noch nicht gesichert, deshalb können wir hier noch am wenigsten konkret planen.

 

Fotos aus dem Archiv Gemeindehaus 1928

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Wir hoffen auf Ihr wohlwollendes Verständnis für die unvermeidlichen Einschränkungen in unserem Gemeindeleben, ebenso vertrauen wir auf Ihre großzügige (auch finanzielle) Unterstützung bei den erforderlichen Baumaßnahmen.

  Dr. Wolfang Harder, GKR-Vorsitzender      

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Adventsbasar in der Stadtkirche

Der Förderverein dankt allen Besucher*innen des traditionell am 1. Advent veranstalteten Adventsbasars. Danke den zahlreichen Helfer*innen, deren Einsatz und Erfahrung den Basar mit einem Erlös von 2.233,85 € außergewöhnlich erfolgreich machte. Der Erlös kommt der Sanierung des Stadtkirchendachs zugute.

 Mit guten Wünschen für ein gesegnetes, gesundes Jahr 2020

für den Förderverein Frank Kreuzmann

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Weihnachtsbäume 2019 in der Stadtkirche und den Kapellen: Das waren schöne Anblicke!

Wir danken der Spenderin Frau Hippe aus dem Güldenauer Weg für den Christbaum 2019 in der Stadtkirche. Er war dieses Mal wieder ein ausgesprochen stattliches Exemplar, der unsere Laurentius-Stadtkirche wunderschön geschmückt hat und viel gelobt wurde. Er sah wirklich ziemlich gut aus! Den Menschen, die ihn aufgestellt und geschmückt haben, diesen treuen Helfern um die Kirchenältesten, die Herren Michael Schulze, Sebastian Postel, und Team, sei an dieser Stelle ausdrücklich gedankt! Allen, die sich um die Weihnachtsbäume in den Kapellen kümmerten, Frau Pohl, Frau Wekel, Herr Jacobi, Frau Müller und Frau Noack: Herzlichen Dank!.

        Ralf Musold

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VOM „ZIVI“ ZUM VERWALTER…

Verwalter im Interview: Friedhofsverwalter Thomas Raschke feierte sein 25-jähriges Dienstjubiläum beim Friedhof der Ev. Stadtkirchengemeinde Köpenick

Vor 25 Jahren, am 01.12.1994, hat Thomas Raschke eine Stelle als Zivildienstleistender auf dem Fried-hof der Ev. Stadtkirchengemeinde Köpenick angetreten und dann seine Laufbahn als Mitarbeiter und Vorarbeiter absolviert.

Heute ist er auf unserem Friedhof der Verwalter, zugleich Initiator und Gestalter einer sich wandelnden Beisetzungs- und Friedhofskultur. Im Gespräch blickt der 46-jährige Jubilar dankbar - besonders auf seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter - zurück und wagt auch einen Blick in die Zukunft.

tl_files/stadtkirche/Portait/Thomas Raschke.JPGLieber Herr Raschke, was hat sich auf dem Friedhof verändert im vergangenen Vierteljahrhundert? Eine ganze Menge. Der Wegfall des Sterbegeldes Anfang der 90er Jahre hat einen großen Wandel eingeläutet. 90 Prozent der rund 600 Beisetzungen im Jahr sind heute Urnenbestattungen. Und davon wiederum wählen Angehörige zu mehr als 50 Prozent eine Gemeinschaftsgrabanlage aus. Der Trend zeichnete sich deutlich nach der Wende ab, deshalb haben wir 2000 die erste Gemeinschaftsgrabanlage in Köpenick angelegt.

Was macht diese Variante so beliebt im Gegensatz zur klassi-schen Gruft? Viele Menschen haben keine nahen Angehörigen oder wollen ihnen nicht zumuten, dass sie sich jahrzehntelang um Gräber kümmern müssen. Oft kommt dann der Wunsch nach einer anonymen Bestattung auf, die es bei uns prinzipiell gar nicht gibt. Die Bei-setzung der Urne unter Bäumen mit Gravur des Namens auf einer Grabplatte oder auf einem Grabstein bzw. in einer Gemeinschaft-sanlage mit Grabdenkmälern ist für die meisten Familien eine dankbar angenommene Alternative. Auch die Urnenwände, auch Kolumbarien genannt, das sind Grabkammern für Urnen, werden gut angenommen.

Kümmern sich viele Menschen schon zu Lebzeiten um ihre eige-ne Beisetzung? In der Tat, das wird mehr. Vielen Menschen ist es wichtig, die letzten Dinge in ihrem Sinne erledigt zu wissen, inklusive der finanziellen Verpflichtungen, die sich daraus ergeben. Deshalb schließen die Menschen mit uns Grabpflegeverträge und Bestat-tungsvorsorgeverträge noch zu Lebzeiten ab.

Urnengräber brauchen weniger Platz. Was geschieht mit dem freien Raum auf dem Friedhof? Der Friedhof ist insgesamt 8,5 Hektar groß. Wir bemühen uns sehr, Überhangflächen umzugestal-ten und dem Friedhof einen parkähnlichen Charakter zu verleihen. Ich denke dabei an einen Bürgerpark, damit die Köpenicker ihren Friedhof als städtischen Lebensraum entdecken und er für sie als Gartendenkmal, grüne Oase und Friedhofspark zu einem selbst-verständlichen, guten Ort wird.

Was schwebt Ihnen sonst noch für die Zukunft vor? Der Wandel der Bestattungskultur wird weiter gehen. Ich stelle mir ein Gräberfeld vor, wo in einer Abteilung Bestattungsformen unterschiedlichster Art, z.B. in grüner Freifläche oder in Form einer Baumgruppe, stattfinden können; auch unseren muslimischen Mitbürgern sollten wir ihnen gemäße Bestattungsformen ermöglichen. 

Lieber Herr Raschke, wir danken Ihnen für Ihre treue und erfolgreiche Arbeit und wünschen Ihnen weiterhin Gottes Segen für Ihre verantwortungsvolle Tätigkeit!

Das Interview führte Pfarrer Ralf Musold 

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DANK FÜR TREUE DIENSTE

„Die Herzen der Menschen bewegen“ - Zur Verabschiedung der nebenamtlichen Organisten Frau Christine Günther und Herrn Dr. Dietrich Bonsack aus fünfzigjährigem Dienst in der Nikolaikapelle

„Musica ist eine schöne, liebliche Gabe Gottes. Sie hat mich oft erweckt und bewegt, dass ich Lust zu predigen gewonnen habe. Die Musik ist aller Bewegung des menschlichen Herzens eine Regiererin. Nichts auf Erden ist kräftiger, die Traurigen fröhlich, die Fröhlichen traurig, die Verzagten herzhaft zu machen, die Hoffärtigen zur Demut zu reizen, den Neid und Hass zu mindern, denn die Musik.“ So schreibt Martin Luther. Und Recht hat er, der Doktor Martinus. Und so hatten Sie sich, lieber Herr Dr. Dietrich Bonsack, und Sie, liebe Frau Christine Günther, ein schönes und zugleich wichtiges Nebenamt ausgesucht, als Sie vor rund einem halben Jahrhundert die Organisten der Nikolaikapelle wurden. Die Herzen der Menschen zu bewegen – was kann es Schöneres geben?

Und Liebe muss man dazu haben, Liebe nicht nur zu seinem Nebenamt und Gegenstand, der Orgel, sondern Liebe zu allem und vor allem zu Gott. Ich denke, wer richtig gute Musik machen will, Musik, die die Herzen bewegt, der muss auch die Menschen lieben, er muss die Welt um sich her lieben, die Natur, die Schöpfung. Er muss Gott lieben. Sonst fehlt die Seele. Sonst kann man technisch noch so geübt und versiert sein, das Letzte würde fehlen. Bei Ihnen, liebe treue Organisten in der Nikolaikapelle, hat man diese Seele gespürt.

Es hat in der Tat, wie Luther sagt, Freude und Lust gemacht zu predigen zu den Gottesdiensten, weil es da immer eine Korrespondenz zwischen dem gesprochenen Wort und dem Klang der Orgel gegeben hat. Ihre Musik ist nie nur Beiwerk gewesen, sondern hat sich stets in den Gottesdienst eingefügt, ja diesen oft erst zu einem solchen geistlichen Erlebnis werden lassen. Das galt schon für die ganz normalen sonntäglichen Predigtgottesdienste, aber vor allem für die besonderen Gottesdienste wie die Tischabendmahlsfeiern zum Gründonnerstag, Karfreitagsgottesdienste und die Auferstehungsgottesdienste am Ostersonntag sowie die Christvespern. Ihre Fähigkeit, das jeweils offene oder heimliche Thema eines Gottesdienstes nichtnur zu erspüren, sondern auch in Musik umzusetzen, ob im Literaturspiel oder in freier Improvisation, war eine große Bereicherung. Sie hat Lust gemacht, zuzuhören, sich bewegen und anregen zu lassen. Dafür möchte ich Ihnen ganz persönlich meinen herzlichen Dank sagen und auch im Namen des Gemeindekirchenrates sprechen.

Aufzählen lässt sich das alles an dieser Stelle nicht, was Sie alles in Ihrer jahrzehntelangen Treue für die Gemeinde in der Nikolaikapelle an der Orgel und auch in der Kantorei und in der Stadtkirche vertretungsweise an der Orgel leisteten. So danken wir Ihnen von ganzem Herzen und erbitten Gottes reichen Segen für Ihre kommenden Jahre zusammen mit Ihren Ehepartnern! Gott segne Sie!

 

    Pfarrer Ralf Musold

RICHTFEST IN DER NEUEN KITA

 Das Richtfest für die neue Kita am 7.11. war für uns Kinder ein aufre-gendes und spannendes Ereignis. Wir sangen das Lied von den flei-ßigen Handwerkern. Außerdem überreichten wir den Bauleuten selbstgestaltete Bilder. Wir freuen uns schon sehr auf das neue Haus.

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Im Namen der Kita-Kinder - Matthias Engler, Kitaleiter

 

 

 

 

 

 

 

GEMEINSAM ÜBER GRENZEN

Mit dem 5. Allendefest kann man schon auf eine gelungene Zeit zurückblicken. Wie es in der Ankündigung hieß, fanden Spiel, Sport und Spaß für Jung und Alt, Hüpfburg, Auftritte des Köpenicker Sportvereins Ajax, Erkner Razorbacks und Live-Music statt. Für den Gaumen gab es Reichliches vom Brunnenstübchen. Sehr viele Institutionen beteiligten sich mit Ständen an dem Fest.  Pfarrerin Marit von Homeyer richtete ein Igluzelt für einen Überblick zur Begegnung der Religionen ein.   Wie in jedem Jahr waren viele Gemeindemitglieder der Hof- und Stadtkirche mit zwei Ständen ebenfalls vertreten. Dort konnte man auf T-Shirts und Baumwollbeutel naturverbundene Muster bügeln. Es stand immer eine Schlange von Kindern an den Ständen.

 Weitere Informationen zum Fest auf http://allende2hilft.de/

Gemeinsam unter dem Kreuz

Es musste so kommen, wie in jedem Jahr. In der Nikolaikapelle trafen sich Neubürger (ehem. Flüchtlinge) und ihre deutschen Paten, um gemeinsam ein paar schöne Stunden zusammen zu verbringen. In erster Linie sollte es den Kindern zu Gute kommen.   Ein Fest mit Spielen, Bonbonre-gen, großen Seifenblasen, Clownin usw. Die Erwachsenen konnten währenddessen die Leckereien von einer internationalen Tafel genießen.   Eingangs hielt unsere Pfarrerin, Frau von Homeyer,  eine Andacht, in der sie über die Arche Noah sprach und den geschützten Raum, wie jetzt auch hier in der Kapelle. Alle hörten andächtig zu, auch wenn nicht jedes Wort verstanden wurde. Das Deutsche erlernt sich nun mal schwer! Das Kreuz, das die Brutalität des Geschehens sichtbar macht, ist auch das Zeichen für die Versöhnung. 

Das Fest gelang durch die finanzielle Unterstützung der Kiezkasse Süd und durch Hilfe der Mitglieder der Hofkirche, unserer Kirche und der Mitglieder des Begegnungskaffees aus dem Übergangsheim im Allendeviertel. Die Gemeinsamkeit zwischen unseren Kirchen macht sich hier ohne große Absprachen besonders bemerkbar. Die Kinder werden die Feier unter dem Kreuz in schöner Erinnerung behalten.

     Wir danken allen fleißigen Helfern, Marianne & Gerd Graupe und Heidi Witte

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IMPRESSIONEN AUS TAIZÉ……

Mit sechzig Engeln im Kloster.   Festival des Glaubens oder Glaube an die Zukunft? Impressionen aus Taizé ...

 Mit einer Gruppe von sechzig Jugendlichen aus der katholischen und evangelischen Kirchengemeinde in Köpenick, einigen Jugendlichen aus unserem Kirchenkreis und aus Berlin-Südost sowie Teilen Brandenburgs machten wir uns zu Beginn der Sommerferien als ökumenische Gruppe auf den Weg in das für uns 1163 km entfernte, im französischen Burgund gelegene, globale Weltdorf Taizé.

Was zieht junge Leute seit Jahren in diese ökumenische Kommunität? „Auf lehmigem Boden und karger Wiese hinter einem Kloster zelten, dreimal am Tag in der Kirche beten, bei 38 bis 40 Grad in der Essensschlange stehen... - die zu Hause halten uns für verrückt“, so lautete das nüchterne Fazit einer jugendlichen Pilgerin aus unserem Doppeldeckerbus. Möchte ich jemandem vermitteln, was das Geheimnis von Taizé ist, so komme ich ziemlich ins Schwitzen. Taizé - ist das nun ein Festival des Glaubens oder ein Glauben an die Zukunft? Wohl beides. Man muss es selbst erlebt haben.

Die ökumenische Bruderschaft, die Communauté de Taizé, ist Jahr um Jahr Gastgeberin für die Jugend der Welt, nicht nur in der heißen sommerlichen Jahreszeit. In den Sommerwochen sind es bis zu 3000 Menschen aus allen Kontinenten, die sich auf den „Pilgerweg des Vertrauens“ machen und jeweils für eine Woche den Hügel von Taizé als Konzil der Jugend mit ihren Zelten bevölkern. Die Pilgernden lassen sich auf eine Gemeinschaft mit gleichaltrigen Jugendlichen aus allen Erdteilen ein, beten, singen, denken über einen Text aus der Bibel nach, diskutieren, besuchen Workshops, arbeiten und feiern miteinander. Greta Thunberg hätte ihre Freude gehabt an diesem Event des Faith for the Future (Zukunftsglauben). In diesem Jahr bestimmte das Motto Gastfreundschaft unser Treffen. "Vergesst die Gastfreundschaft nicht, durch sie haben einige, ohne es zu ahnen, Engel beherbergt." (Hebräer 13,2), so lautete unser Kursthema, als würde Taizé von sich selbst erzählen. Es ist eine besondere Erfahrung, so intensiv mit Menschen aus der ganzen Welt zusammen zu kommen. Die Verständigung klappt zumeist in Englisch, auch in Französisch und Deutsch. In den kleinen Gesprächsgruppen entstehen neue Freundschaften. Den Kontakt zu halten, ist für diese Generation dank Smartphones und sozialer Medien eine leichte Übung.

Drei Gebetszeiten geben dem Tag in der Kommunität seine Struktur. In der Versöhnungskirche herrscht eine Atmosphäre, in der wir uns sofort willkommen fühlen. Alle sitzen auf dem Fußboden, die aus 30 Nationen stammenden über hundert Brüder haben dabei ganz basisdemokratisch ihren Platz in der Mitte. Die Gottesdienste sind geprägt von vierstimmigen und vielsprachigen einfachen Gesängen und einer fest eingeplanten Zeit zehnminütiger meditativer Stille. Der klösterliche Tagesablauf tut uns allen gut. Lebendig und laut geht es ansonsten im Taizéalltag zu. Wir treffen uns wie selbstverständlich einmal täglich zum Arbeiten, denn es gilt: ora et labora! (Bete und arbeite!) Abends wird dann gefeiert, ohne  Alkohol und Drogen!

Taizé will weder Insel der Glückseligen noch weltabgewandtes Kloster sein, eher ein Ort von Faith for the Future: Es geht darum, etwas von dem Erfahrenen mit nach Hause zu nehmen. Seit Jahren erleben wir, wie Taizé nachhaltig wirkt: aufeinander zugehen, offen sein, mit einfachen Mitteln eine gastfreundliche Atmosphäre schaffen, Verantwortung übernehmen und sein Christsein reflektieren.

Nach Taizé ist vor Taizé: Nächste Fahrt für Jugendliche und junge Erwachsene vom 26. Juni bis 6. Juli 2020. Herzliche Einladung!

   Pfarrer Ralf Musold und Team

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DREI GROßE BAUVORHABEN

 

Kita Am Generalshof 7

Liebe Leserinnen und Leser, Sie sind schon durch die Bauberichte zur Kirchstraße 4 und zum Kirchturm geschult, so dass ich Ihnen nicht erklären muss, was die Leistungsphase 8 der HOAI ist, nämlich die Baudurchführung. In der befinden wir uns jetzt. Wir, das sinArchitekten- und Ingenieurbüro RETIS, das Kirchbüro, der geschäftsführende Pfarrer Musold, Frau Blümke, der Bauausschuss, der GKR-Vorsitzende Herr Dr. Harder, die Erzieherinnen und Erzieher, die Eltern und Kinder der Kita. Inzwischen haben wir Einiges erreicht.

Zwei Etagen des Gemeindehauses wurden zu einer Interimskita umgebaut. Die Kinder und die Kitaerzieherinnen sind umgezogen, die Eltern akzeptieren die veränderten Bedingungen und richten sich darauf ein. Dafür sind wir dankbar. Es gab Schwierigkeiten bei der Herstellung des Fluchtweges über eine Außentreppe, es fehlen noch Kleinigkeiten, die das Leben einfacher und sicherer machen, dennoch geht es voran. Das verdanken wir vor allem Herrn Schmidt, dem Geschäftsführer des Büro RETIS, der für die gute Organisation sorgt, und Frau Niedlich, die alle offenen Punkte im Auge behält. 

 

Nun sind wir endlich in dem Kitagebäude selbst tätig. Wir haben zum Glück (mit viel Arbeit) eine Firma gefunden, die uns zu den passenden Kosten die Kita baut. Momentan sind es zehn Baufirmen, die dort sind und tätig werden. Bis auf ein Amt ist das Bezirksamt sehr kooperativ gewesen. Die Baugenehmigung, die denkmalrechtliche Genehmigung und die Genehmigung des Senates und kirchlicher Dienststellen liegen vor. Wir erhielten eine gute Förderung vom Senat. Das ist unsere Kostenobergrenze. Darauf achtet Herr Sperling, der Bauüberwacher von RETIS, und natürlich Frau Blümcke.

 

Im Moment sind wir dabei, schräge und gerade Bohrpfähle unterhalb und innerhalb des späteren Gebäudes zu setzen. Damit stabilisieren wir den Untergrund für die Aufnahme der Lasten des Gebäudes. Deshalb steht ein großer Silo für das Material vor Ort. Die involvierten Firmen und RETIS tun alles, um den Zeitplan einzuhalten. Wenn der Stand es zulässt, geben wir verlässliche Daten zur voraussichtlichen Baufertigstellung bekannt.

 

An dieser Stelle sei Frau Hoppe, der Architektin von RETIS, für ihre tolle Planung und Frau Blümcke für ihre ständige ehrenamtliche Mitarbeit gedankt

 

Ich möchte Sie ermuntern, einen Spaziergang zur Kita zu unternehmen. Schauen Sie sich den Zustand des Gebäudes in der jetzigen Bauphase und dann das Ergebnis nach Vollendung der Baumaßnahme an. Sie werden erstaunt sein.

 

   Für den Bauausschuss: Beatrice Reich

 


 

Stadtkirchendach

 

Das Dach unserer Kirche sieht fast neu aus und erstrahlt in angenehmem Farbton. Unmittelbar unter der Dachhaut jedoch bahnt sich eine große Bauaufgabe an. Im Zusammenhang mit der Konzipierung unserer Beleuchtungsergänzung war gefordert, die Tragfähigkeit der Deckenkonstruktion prüfen zu lassen. Dies nahmen wir zum Anlass, dem Anraten der kirchlichen Bauaufsicht folgend auch die Statik der Dachkonstruktion begutachten zu lassen.

 

Im Gutachten wird festgestellt, dass alle Balkenköpfe sowie auch die darauf befestigten Sparrenfüße der Dachkonstruktion schwere Langzeitschäden aufweisen, deren Beseitigung dringend in Angriff genommen werden muss. Es handelt sich fast ausschließlich um Feuchteschäden, diese betreffen auch den gemauerten Sims.

 

Im Abstand von 5 Metern enthält der Dachstuhl besondere Gebinde, die eine Durchbiegung der Decke verhindern. Da auch diese Gebinde saniert werden müssen, wird das Kirchenschiff während der Sanierung für einige Zeit (eventuell auch in Intervallen) nicht nutzbar sein, da dort dann Gerüste die Decke stützen müssen. Gegenwärtig ist ein Architekturbüro  mit einer Kostenschätzung beauftragt. Sobald diese vorliegt, müssen Baugenehmigungen von der Denkmalschutzbehörde und vom Kirchlichen Bauamt eingeholt werden. Und dann werden wir Sponsoren suchen und auch Sie um Ihre großzügigen Spenden bitten - denn die zu erwartenden Kosten übersteigen bei weitem die finanziellen Möglichkeiten des Haushaltes unserer Gemeinde.

 

     Für den GKR: Dr. Wolfgang Harder

 

 

 

Bauaufgaben an der Werner-Sylten-Kapelle

 

Die Werner-Sylten-Kapelle ist nicht nur ein Gartendenkmal, sondern ein Gebäude, welches unsere Gemeinde auch weiterhin für Gottesdienste und Trauerfeiern benötigt. Durch eine gutachterliche Stellungnahme durch das Ingenieurbüro Lange wurde festgestellt, dass in den Kellerwänden bis zum Erdgeschoss gravierende Feuchteschäden vorliegen. Im Rahmen der hier geplanten Sanierungsmaßnahmen „Feuchte“ werden die Kelleraußenwände und der Spritzwassersockel sowie die Außentreppen instand gesetzt.

 

Dazu müssen u. A. auch die durch Frostschäden und Feuchte zerstörten Hartbrandsteine ausgetauscht und  das an der Rückseite befindliche Stahlbetonpodest saniert werden. Auch die Kellerfenster sind unter Berücksichtigung der alten Ansicht zwecks einer ausreichenden Belüftung auszutauschen. Zur Realisierung dieser Maßnahmen werden nach gültiger Kostenschätzung ca. 200.000,00 € veranschlagt. Auch hierfür werden Sponsoren benötigt. Über großzügige Spenden würden wir uns ebenfalls freuen.

 

    Für den Bauausschuss: Gisela Blümcke

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NEUE PERIKOPENORDNUNG

"Schon wieder was Neues", könnte man denken. Es geht dabei um das Wichtigste in unserer Kirche, um die Verkündigung des Evangeliums von Jesus Christus. Sie ist unser Kernauftrag, darum geht es eigentlich.

Die im Advent 2018 eingeführte neue Perikopen-ordnung ist eine Ordnung von biblischen Lesungen und Wochenliedern für den Gottesdienst im Kirchenjahr. Zu jedem Sonn- und Festtag gibt es drei feste Lesungstexte (Altes Testament, neutestamentliche Epistel und Evangelium) sowie drei zusätzliche Predigttexte. So entsteht die Perikopenordnung. Im Laufe von sechs Jahren werden diese Texte der sechs Reihen geordnet zu Predigttexten im Gottesdienst.

Was ist anders geworden? Die neue Ordnung beinhaltet mehr alttestamentliche Texte. Sie weist Gedenktagen einen festen Ort im Kirchenjahr zu und wertet sie auf:

Hinzugekommen sind der 27. Januar als Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus und der 9. November als Tag des Gedenkens an die Novemberpogrome, der in Köpenick eine lange Tradition hat.

Auch die beiden populärsten Heiligen wurden in die Liste der Gedenktage aufgenommen. Bischof Martin von Tours am Martinstag, dem 11. November, und Bischof Nikolaus von Myra am Nikolaustag, dem 6. Dezember.

Das Fest der Erscheinung des Herrn am 6. Januar, Epiphanias, in Köpenick ein Klassiker und volkstümlich Dreikönigstag genannt, wird höher gewichtet. Die Epiphaniaszeit endet mit der Woche, in der der 2. Februar, der Tag der Darstellung Jesu im Tempel (Lichtmess) liegt. Zwischen dem letzten Sonntag nach Epiphanias und dem Beginn der Passionszeit liegen nun ein bis fünf Sonntage vor der Passionszeit.

Erntedank wird regulär am 1. Sonntag im Oktober gefeiert.

BUCHEMPFEHLUNG für ERWACHSENE

Am Leben ausgerichtet: Vor wenigen Wochen wollte Kerstin Hensel, Professorin an der Schauspielschule „Ernst Busch“,  ihr neues Buch öffentlich vorstellen. Fast zeitgleich mit der Einladung kam die Absage der Veranstaltung, bedingt durch den Pandemie-Stillstand. Dabei gibt es jahreszeitlich kaum etwas Passen-deres als diese schöne Novelle. „Regenbeins Farben“ erzählt vom Ende der Traurigkeit. Hensel verdichtet diese Botschaft in der Figur der Malerin Karline Regenbein. Deren Stil prägen gedeckte Töne und stille Beobachtungen. Sie war erst Muse, dann Ehefrau eines ebenso prominenten wie egozentrischen Fotografen, nun ist sie, keine 50 Jahre alt, dessen Witwe. Die Harke in der Hand, steht Karline auf dem Friedhof. Sie lauscht. Einige Meter weiter unterhalten sich die Witwen Ziva Schlott, Universitätsprofessorin, und Lore Müller-Kilian, Hausfrau. Sie trauern auch – um vertane Zeit. Lore, Anfang 70, hadert damit, dass ihr nie gelungen ist, aus dem Schatten ihres Mannes, eines Fabrikanten,  herauszutreten. Geld macht nicht glücklich, ist der Satz, der dem Leser sofort einfällt. Lore sucht nach einem Sinn. Den hat die erfolgreiche Ziva Schlott an der Hochschule gefunden, wenn-gleich sie in ihrer Position viel Gegenwind zu spüren bekam, mal ob ihrer jüdischen Herkunft, mal wegen der roten Haare. Die Bewegung „Me too“ kommt für sie zu spät.

Karline schämt sich zunächst, dass der Tod ihres Ehemannes immer weniger Raum in ihrem Denken einnimmt. Doch stellt sie fest, dass auch sie nicht die Person ist, die sie hätte sein können. Wie für eine Novelle typisch, löst eine Begegnung diesen Sinneswandel aus: Der Galerist Eduard Wettengel, auch er ist Witwer, legt Karlines Wunsch nach einer aufrichtigen emotionalen Bindung offen. Mit dem Erblühen des Grabschmucks kehrt das Leben zurück und die in „Regenbeins Farben“ gemalten Bilder gewinnen an Tiefe. Beherzt, mit einem an den richtigen Stellen ironischen Zungenschlag, präsentiert Kerstin Hensel ein gelungenes Kammerstück über Frauenbilder, Geschlechterrollen und mit der Simone-de-Beauvoirschen Erkenntnis, dass man das Mensch sein zu keiner Zeit vergessen darf.

Kerstin Hensel: Regenbeins Farben. Luchterhand-Verlag, 252 Seiten gebunden, 20 Euro. 

Tanja Kasischke